{"id":3430,"date":"2022-10-31T15:46:32","date_gmt":"2022-10-31T14:46:32","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.timepunch.de\/?p=3430"},"modified":"2022-10-31T16:01:49","modified_gmt":"2022-10-31T15:01:49","slug":"die-biopause-am-arbeitsplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.timepunch.de\/en\/2022\/10\/31\/die-biopause-am-arbeitsplatz\/","title":{"rendered":"Die Biopause am Arbeitsplatz"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/dev.timepunch.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Pausen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/dev.timepunch.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Pausen-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3431\" srcset=\"https:\/\/blog.timepunch.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Pausen-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.timepunch.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Pausen-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.timepunch.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Pausen-768x432.jpg 768w, https:\/\/blog.timepunch.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Pausen.jpg 1256w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Quelle: https:\/\/unsplash.com\/photos\/TUnXXhb2-a8<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>\u201eIch muss mal eine Biopause einlegen.\u201c oder \u201eWenn das Meeting noch l\u00e4nger geht, dann m\u00fcssen wir wohl eine Biopause machen\u201c. So oder so \u00e4hnlich k\u00f6nnten die S\u00e4tze lauten, mit denen Angestellte ihr dringendes Bed\u00fcrfnis gerne umschreiben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aber wie lautet hier die Rechtslage am Arbeitsplatz? Haben Sie als Chef*in einen Einfluss darauf, wie oft Mitarbeitende austreten oder eine Pause einlegen?<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Biopause, oder sagen wir konkret dem Toilettengang, haben Sie nicht das Recht diese ihren Angestellten zu verbieten. Das liegt daran, dass es sich dabei um ein Grundbed\u00fcrfnis handelt, dass nicht eingeschr\u00e4nkt werden darf. Auch wenn manche Menschen scheinbar ein umgangssprachliches \u201eStudentenbl\u00e4schen\u201c haben, liegt es nicht an Ihnen die Notwendigkeit zu beurteilen. Nur, wenn nachgewiesen werden kann, dass Mitarbeitende auf der Toilette zum Beispiel mit dem Smartphone spielen und so den Toilettengang unn\u00f6tig in die L\u00e4nge ziehen, haben Sie eine handhabe und k\u00f6nnen beispielsweise Abmahnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders ist es bei kurzen Arbeitsunterbrechungen, z.B. der Zigarettenpause oder dem Kaffee in der Kaffeek\u00fcche. Solche Pausen geh\u00f6ren nicht zum Grundbed\u00fcrfnis und d\u00fcrfen daher untersagt, oder zumindest geregelt werden. Als Chef*in k\u00f6nnen Sie hier ihr Direktionsrecht ausspielen. So k\u00f6nnen Sie, ohne dies begr\u00fcnden zu m\u00fcssen, Zigarettenpausen w\u00e4hrend der Arbeitszeit verbieten oder auf eine gewisse Anzahl begrenzen. Auch ein Zwang zum Ausstempeln und dem Nacharbeiten der Arbeitsunterbrechung ist rechtens. Wichtig ist, dass Sie nicht gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung versto\u00dfen. Untersagen Sie Raucherpausen einem Mitarbeitenden, dann d\u00fcrfen Sie dies einem anderen nicht erlauben. Sonst versto\u00dfen Sie gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung. Am besten ist es, solche Pausenregelungen offen zu kommunizieren und beispielsweise in einem Aushang, und damit f\u00fcr alle sichtbar, zu dokumentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Als dritte Pausenart kennt das Arbeitszeitgesetz die Erholungspause. Die Erholungspause muss sp\u00e4testens nach 6 Std. Arbeitszeit von den Mitarbeitenden angetreten werden. Die Mindestpausendauer betr\u00e4gt dabei 30 Minuten. Selbstverst\u00e4ndlich kann die Erholungspause auch schon fr\u00fcher oder zu festen Zeiten genommen werden. &nbsp;Angenommen Sie f\u00fchren ein Ladengesch\u00e4ft, dass in der Zeit zwischen 12 Uhr und 14 Uhr geschlossen ist. In diesem Fall legen Sie die Mittagspause zwischen 12 Uhr und 14 Uhr fest. Damit dauert die Mittagspause f\u00fcr Ihre Angestellten genau 2 Std. Allerdings m\u00fcssen ihre Angestellten in dieser Zeit dann auch tats\u00e4chlich frei haben und selbst entscheiden k\u00f6nnen, was Sie tun m\u00f6chten. Ein Verbleib im Ladengesch\u00e4ft k\u00f6nnen Sie daher nicht anordnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch ein Tipp: Sie sollten Sie sich vertraglich zusichern lassen, dass die Erholungspausen eigenverantwortlich eingehalten werden. Wenn Sie sich dazu die Unterschrift Ihrer Mitarbeitenden einholen, dann muss die Mittagspause nicht explizit gestempelt werden und Sie k\u00f6nnen diese Pauschal von der Anwesenheitszeit abziehen. Im anderen Fall ist das Ausstempeln in die Mittagspause erforderlich, damit nachgewiesen werden kann, dass ihre Angestellten die gesetzlich vorgesehenen Pausenzeiten einhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch muss mal eine Biopause einlegen.\u201c oder \u201eWenn das Meeting noch l\u00e4nger geht, dann m\u00fcssen wir wohl eine Biopause machen\u201c. So oder so \u00e4hnlich k\u00f6nnten die S\u00e4tze lauten, mit denen Angestellte ihr dringendes Bed\u00fcrfnis gerne umschreiben. Aber wie lautet hier die Rechtslage am Arbeitsplatz? 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